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Wandertips

vom erfahrenen Wanderführer und Kräuterwirt Gross Ludwig

Wandertipp „Naturparadies Wildbachklamm Buchberger Leite“ im Bayerischen Wald, Gütesiegel: "Bayerns schönstes Geotop"

Die Buchberger Leite zwischen Ringelai und Freyung ist die wohl schönste Wildwasserklamm im Bayerischen Wald, der durch das Bayerische Umweltministerium das Gütesiegel „Bayerns schönstes Geoptop“ verliehen wurde. Wer diese Naturschönheit in rund 2 ½ Stunden einmal durchwandert hat, dem wird dieses Zusammenspiel von Wasser und Wald unvergeßlich bleiben.

Am Wasser bieten Flora und Fauna in reichem Maße Raritäten, die man anderswo kaum mehr vorfindet. So den Smaragd aus der Vogelwelt, den Eisvogel, oder den Waldkauz, der hier sein Revier hat. Ein artenreicher Schluchtwald mit Fichten, Buchen, Tannen, Bergahorn, Bergulme, Schwarzerle, bestimmt die Vegetation an den Steilhängen und begleitet den Wanderweg entlang des Bachlaufes. Zahlreiche Wildblumen, wie Geißbart, Eisenhut, Goldnessel, Bachkreuzkraut, Soldanelle, Waldhabichtskraut, sind ständige Begleiter. Lohenswert ist ein Abstecher zur Burgruine Neuenbuchberg, die der Wildwasserschlucht den Namen gab. Durch einen Felsentunnel wird das Carbidwerk erreicht, in dem jetzt funkelnde synthetische Edelsteine hergestellt werden. Eine Mutprobe ist der Marsch über die Hängebrücke, die an vier Seilen an den Ufern befestigt ist. Eine Anlage mit Staumauern aus Granit ist noch Zeuge der alten Trift auf der Wolfsteiner Ohe, bei der einst Baumstämme auf dem Wasserweg zur weiteren Verarbeitung transportiert wurde. Übrigens ist die Buchberger Leite als Naturschutzgebiet eingereiht. Ob im Frühjahr, Sommer oder Herbst, die Buchberger Leite bietet immer ihren Reiz und die Natur gibt auf Schritt und Tritt Anschauungsunterricht und Erlebnisvielfalt. Diese schluchtartige Klamm ist nicht von ausgebauten befahrbaren Wegen durchzogen, sondern es wird meist auf einem Pfad gewandert. Daher ist auch festes Schuhwerk zu empfehlen. Aber ein Marsch teilweise über Steine und Wurzelwerk ist halt doch etwas ganz besonderes. Dieser Erlebniswanderweg von Ringelai nach Freyung hat eine Länge von etwa 8 Kilometer und steht als Themenwanderweg unter dem Motto „Mensch und Natur in der Buchberger Leite“.

Einstieg in die Buchberger Leite ist im Süden von Freyung an der Hammermühle und dem Staussee vorbei oder in Ringelai. Wobei hier bis zur Hängebrücke zwei Wege führen, die sich dann vereinigen. Einkehrmöglichkeiten sind in Freyung und in Ringelai gegeben. Wem Hin- und Rückmarsch zuviel sind, kann für eine Tour den Linienbus in Anspruch nehmen.


Wanderung durch geheimnisvolle Welt heimischer Wildkräuter

Thementafeln informieren – Rastplätze laden ein

„Die heilende Wirkung des Blutweiderichs ist bereits seit der Antike bekannt und wird als blutstillend, zusammenziehend, schmerzlindernd und keimtötend beschrieben“. So der Steckbrief dieser Heilpflanze, auch Blutkraut genannt, dem die Thementafel mit der Nummer 3 des Kräuterweges gewidmet ist. Erlebt werden kann auf diesem „Kräuterweg“ mit Ausgangspunkt „Kräuterhof“ in Eckertsreut die Eigenart der Pflanzenwelt der heimischen Wildkräuter mit rund 180 Gewächsen und ihrer vielfältigen Lebensräume inmitten einer reizvollen Landschaftskulisse im „Schmalzdobl“. Auf diesem Weg mit elf Thementafeln kann der Wanderer das Wissen über die Kraft der Pflanzen, ihre Wirkung als Heilkräuter, erfahren.

So auch über Baldrian, Beinwell, Blutwurz, meist als Schnaps bekannt, Ehrenpreis, Pimpernelle, Waldmeister, Weide, Holunder, Löwenzahn. Bei diesem Streifzug durch die Vielfalt begegnet man auch den Obstbäumen des Kreisobstlehrgartens, Streuobstwiesen, blumenreichen Magerwiesen, artenreichen Hecken und belebten Naturtümpel. Die abwechslungsreiche Wanderung bietet zudem immer wieder einzigartige Ausblicke ins Ohetal mit seiner reich strukturierten Kulturlandschaft.

Der Lebensraum Magerrasen, so wird weiter informiert, ist das Resultat jahrhundertelanger menschlicher Bewirtschaftung. Beweidung, Mahd und Streunutzung machten aus ehemaligen Waldböden offene, magere Rasen. Sie sind Standort für etwa die Hälfte aller heimischen Orchideenarten und bieten zahlreichen Schmetterlingen, Reptilien sowie boden- und gebüschbrütenden Vogelarten ideale Lebensbedingungen. Magerrasen sind reich an typischen Gewürzpflanzen und Heilkräutern wie Thymian, Wacholder, Arnika, Johanniskraut.

Wassergräben können, falls die Mechanisierung nicht Besitz ergriffen hat, bis in den Spätherbst hinein Wildgemüse und Wildsalate, wie Giersch und Brunnenkresse liefern. Auch finden sich in diesem Bereich auch Eisenhut, Wasserdost, Fieberklee, Mädesüß.

Bei Lebensraum „Fettwiese“ als gedüngtes Grünland konnten dem Kunstdünger nur wenige Arten, wie Hahnenfuß, Löwenzahn, Wiesenkerbel und Schaumkraut, wiederstehen.

Auch der Lebensraum „Wald und Waldrand“ wird beim „Kräuterweg“ kennengelernt. Eine systematische Trennung der Wälder von Wiesen, Weiden, Äcker und Moore setzte erst vor einem Jahrhundert ein. Im Übergangsbereich von offener Feldflur zu geschlossenem Wald entstand ein neuer Lebensraum, der Waldrand. Zu den an Waldrändern auffindbaren heilkundliche bedeutsamen Gehölzen zählen Himbeeren, Brombeeren, Wildrose, Schlehe, Holunder, Seidelbast, Vogelbeere, Hasel.



Wandertip Geistlicher Stein

Die Wanderung beginnen Sie beim Kräuterhof. Ein ausreichender Parkplatz steht zur Verfügung.Der Weg führt über Ringelai zur Heindlmühle.Hier ist ein altes Bauwerk aus dem17. Jahrhundert zu sehen. Es geht nun Bergauf in ein großes Waldstück zum Mittagstein. Dieser Platz diente bei landwirtschaftlichen Arbeiten zum Mittagessen. Das nächste Ziel: Ein ehemaliger Viehstall, wo nur noch die Grundmauern sichtlich erkennbar sind. Bevor Sie zu den historischen Grenzsteinen aus dem 12 Jahrhundert kommen,vorbei am Thomasbach und der Waldweide zu den Quarzhöhlen, ein Religt aus der Zeit der Glasherstellung, ein weiterer alter Grenzstein. Sie erfahren über die Wirtschaftsformen des Bauernwaldes. Der Geistliche Stein ein Fels der einen schönen Ausblick in`sTal bietet,ist ein Höhepunkt Ihrer Wanderung.Im Waldstück finden Sie Sträucher wie Hirschholunder und Tollkirschen. Auch ein ehemaliger Kohlenmeiler und ein Steinbruch gehören zur Themenwanderung. Ein weiterer Höhepunkt, das Keltendorf Gabreta,bevor Sie wieder in das Tal hinab zum Kräuterhof mit einem Besuch des Kräutergarten´s und einer Brotzeit im Kräuterhof Ihre Wanderung beenden.


...vom erfahrenen Wanderführer und Hobbyarchäologen Freund Paul (Keltenpaul)

Wandertip von der Wildbachklamm

Tüffelfarn auch Engelsüß genannt: (Merkmale: 10-20 cm hoch,Ausdauernd bis weiten wintergrün), wurde schon vor 2000 Jahren als Heilkraut verwendet. Der Wurzelstock im Frühjahr oder Herbst geerntet, kann frisch bzw. auch getrocknet und verwendet werden. Er schmeckt nach Süßholz bzw. Saccharin. Wird in der Heilkunde verwendet bei Erkrankungen der Luftwege, bie Bronchitis, Leberleiden und Rheuma. Außerdem ist er ein mildes Abführmittel. Als Wurmmittel, wird er wegen seines süßlichen Geschmackes auch von Kindern gern genommen. Gerade im feuchten Klima der Buchberger Leite gedeiht er prächtig und vieltausendfach. Er überzieht bemooste Felsen und wächst auf bemoorten alten Bäumen. Wie die anderern Farne besitzt er weder Blüten noch Samen, sondern pflanzt sich mit Hilfe von Sporen fort.

Lungenflechte: In der Buchberger Leite gibt es von dieser inzwischen sehr seltenen Flechtenart noch mehrere sehr schöne Exemplare. Die Lungenflechte ist ein Anzeiger für saubere und gesunde Luft.

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